for a sustainable tomorrow

Der Ideenwettbewerb – Jetzt mitmachen und bis zu 2.000 Euro gewinnen!
+++ VERLÄNGERT BIS 15. MAI 2020 +++

Die Junge Akademie 2020

Visions/Solutions Aus Sicht der Wissenschaft steht fest: Das Klima wandelt sich und der Klimawandel ist menschengemacht. – Aber was tun? Unser Ideenwettbewerb bietet dir die Chance, deine Ideen zu entwickeln und einzubringen.

Jeden Tag werden wir in den Medien mit Bildern der nahenden Katastrophe konfrontiert. Und das ist auch wichtig: Wir alle sollten uns der bereits eingetretenen sowie der möglichen Folgen bewusst sein, die noch drohen, wenn wir unser Denken und Handeln nicht nachhaltig und so zügig wie möglich ändern. Aber stets nur die katastrophalen Folgen vor Augen zu haben, kann auch lähmen.

Was es braucht, sind daher auch positive Aussichten auf eine andere Zukunft. In einer nachhaltigen Lebensweise stecken eine Fülle von Chancen, nicht nur in ökologischer und ökonomischer, sondern auch in sozialer und kultureller Hinsicht. Nachhaltigkeit in umfassender Weise zu verwirklichen, setzt voraus, neue Formen des Miteinanders gemeinsam zu erproben und unser Verhältnis zur natürlichen Welt neu zu bestimmen. Dazu braucht es visionäre Entwürfe, wie so eine nachhaltige Gesellschaft und ein schonender Umgang mit Ressourcen aussehen kann. Und diese Visionen wiederum müssen sich verbinden mit praktischen Lösungen für ganz konkrete Probleme mit Blick auf Klima und Umwelt.

In unserem Ideenwettbewerb suchen wir eure Ideen! Bewerbt euch entweder in der Kategorie Visions mit euren künstlerischen, kreativen oder einfach gut durchdachten Visionen einer nachhaltigen Gesellschaft. Oder bewerbt euch in der Kategorie Solutions mit euren konkreten Lösungsvorschlägen für nachhaltigkeitsrelevante Probleme.

Zu gewinnen gibt es in jeder Kategorie 2.000, 1.500 und 1.000 EUR für die jeweils drei besten Beiträge. Gefördert wird der Wettbewerb in der Kategorie Solutions von der UmweltBank. Die Gewinner haben außerdem die Gelegenheit, ihre Ideen mit hochkarätigen Wissenschaftler*innen zu diskutieren.

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20.02/19 UhrTalk

Populärkultur(en) mit Harald Schmidt

Als Schauspieler, Entertainer, Kabarettist und Kolumnist lotet Harald Schmidt die Möglichkeiten von Fernsehen, Kabarett und Theater, von Ernst und Unterhaltung, von ‚Hochkultur‘ und ‚leichter Kultur‘ virtuos aus und verändert dabei auch die Perspektive auf das, was Populärkultur ist und sein kann.

Grund genug für die Arbeitsgruppe „Populärkultur(en)“ der Jungen Akademie, Harald Schmidt einzuladen. Was ist – oder war – eigentlich Fernsehen? Wie ist Satire in (un)ernsten Zeiten möglich? Was ist überhaupt Populärkultur? Und schließlich: Was kann Wissenschaft von Populärkultur lernen? Diese und andere Fragen wollen der Islamwissenschaftler Simon Wolfgang Fuchs, die Geschichtswissenschaftlerin Valeska Huber und der Althistoriker Christoph Lundgreen gemeinsam mit Harald Schmidt diskutieren. Durch den Abend führt der Literaturwissenschaftler und Sprecher der Arbeitsgruppe Michael Bies.

Einlass: 18:30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Der Eintritt ist frei. Einlass nur mit gültigem Ticket.

Cha(lle)nging PerspectivesOb Nachhaltigkeit, Kunst, Streit oder Künstliche Intelligenz – im Jubiläumsjahr 2020 kommen die großen und wichtigen Themen auf die Bühne. In der Vortrags- und Diskussionsreihe Challenging Perspectives laden sechs Arbeitsgruppen der Jungen Akademie an jeweils einem Abend in den Heimathafen Neukölln ein. Gemeinsam mit namhaften Gästen aus Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit diskutieren die Mitglieder aktuelle wissenschaftliche und andere gesellschaftliche Großthemen. Dabei geht es bewusst auch darum, kritische Perspektiven zu Wort kommen zu lassen, um auf diese Weise interessante Perspektivwechsel zu provozieren. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren und neue Sichtweisen auf vieldebattierte Themen zu entwickeln.

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Als nächstes?
10.06/19:30 UhrLive-Diskussionsrunde und Performance

Miriam Akkermann und Isabelle Dolezalek @home

Digitale (Hoch-)Kultur in Zeiten von Corona

Mit den zur Eindämmung von Covid-19 verbundenen Maßnahmen mussten ab März mit den meisten öffentlichen Orten auch Museen, Konzert- und Literaturhäuser, Theater und andere kulturelle Veranstaltungsorte schließen. Der Kunstbetrieb wurde in allen Sparten stark eingeschränkt und kam in vielen Belangen auch komplett zum Erliegen. Die daraus resultierenden, oft existentiellen Sorgen betroffener Künstler*innen sind noch immer aktuell.

Während des Shutdowns war zu beobachten, dass schnell viele digitale Angebote im Bereich Kunst kostenfrei bereitgestellt oder neu gelauncht wurden. Dies geschah sowohl im Kleinen (Streams, Balkonkonzerte) wie auch im institutionellen Bereich (Museen, Konzerthäuser).

Welche Motivation steht hinter diesen Angeboten? Welche Stellung wird Kultur und insbesondere digitaler Hochkultur in Zeiten von Corona zugeschrieben? Und was sagt es über die Vorstellung von der Position von Kunst innerhalb unserer (westlichen) Gesellschaft aus? Was bedeutet es, tradierte Präsenzformate in die digitale Welt zu überführen? Wer nutzt die neuen virtuellen Angebote und welche genuin digitalen Kunstformate stehen dem bereits gegenüber?

Diese Fragen diskutierenvon der Jungen AkademieIsabelle Dolezalek (Universität Greifswald) und Miriam Akkermann (TU Dresden) mit Caspar Battegay (Universität Basel) und ihren Gästen aus Wissenschaft, Kultur und Kunst:
Lydia Jeschke, Redaktionsleiterin Neue Musik und Jazz im SWR
Holger Simon, Kunsthistoriker und Kulturunternehmer

Im Anschluss an die Diskussionsrunde findet eine Live-Performance von Shelly Knotts statt.

Wo
Zoom

diejungeakademie@Wo findet Wissenschaft statt und wer beteiligt sich an wissenschaftlichen Debatten? Die Anforderungen an die Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse haben sich verändert. So wird etwa der Ruf nach einer öffentlichen Wissenschaft mit den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen zunehmend stärker. Im Jubiläumsjahr verlässt die Junge Akademie mit diejungeakademie@ die üblichen Orte des Wissenschaftsbetriebs und geht mit einer Reihe von Veranstaltungen in die Mitte der Gesellschaft. Die Mitglieder laden ein in Kinos, Kulturhäuser, Kneipen oder etwa auch den öffentlichen Nahverkehr, um dort Einblicke in ihre Arbeit und in aktuelle Debatten in ihren Disziplinen zu geben. Dabei suchen sie vor allem aber auch das Gespräch mit den Menschen – ob sie sonst mit Wissenschaft zu tun haben oder nicht.

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28.05/11 UhrKurzvortrag und Fragerunde

Valerie Domcke @Virtuelles Klassenzimmer

Valerie Domcke ist Physikerin am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, und zu Gast im virtuellen Klassenzimmer. Sie erzählt von der Detektivarbeit im Kosmos, die die Frühgeschichte des Universums enträtselt.

Schnappschüsse aus dem frühen Universum

Zwischen den Sternen, die wir am Sternenhimmel sehen, erstreckt sich das Weltall als ein recht kalter, leerer Ort. Doch das war nicht immer so. Vor vielen Milliarden von Jahren war unser Universum eine heiße Ursuppe und das ganze Universum, wie wir es heute sehen, war klein wie eine Orange. Aber woher wissen wir das eigentlich, wenn zu dieser Zeit kein Mensch dort war da, um Beobachtungen anzustellen?
Diese und weitere Fragen der Schülerinnen und Schüler zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit beantwortet Valerie Domcke bei der vierten Ausgabe diejungeakademie@ Virtuelles Klassenzimmer.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrende von Mittelstufenklassen, um den Austausch von Wissenschaft und Schule zu pflegen. Die Veranstaltung findet via Zoom statt.

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27.05/17:30 UhrOnline-Vortrag und Diskussion

Astrid Eichhorn @home

Schwarze Löcher und die fundamentale Struktur von Raum und Zeit

Schwarze Löcher gehören zu den faszinierendsten Objekten in unserem Universum. Wissenschaftliche Durchbrüche haben es vor Kurzem möglich gemacht, Schwarze Löcher direkt zu beobachten – durch die Detektion von Gravitationswellen, die in gewaltigen Zusammenstößen Schwarzer Löcher produziert werden, und sogar durch das erste direkte Bild eines Schwarzen Loches. Trotzdem bleiben diese Objekte mysteriös und erwecken unsere Neugier: Anders als bei anderen astrophysikalischen Objekten werden wir niemals das Innere eines Schwarzen Loches “sehen” können, da keine Information, nicht einmal mit Lichtgeschwindigkeit, aus dem Schwarzen Loch entkommen kann. Was ist es also, das Schwarze Löcher vor uns hinter ihrem sogenannten “Ereignishorizont” verstecken?

Astrid Eichhorn, Physikerin an der University of Southern Denmark lädt zu einem Vortrag ein über die fundamentale Struktur von Raum und Zeit, die aus Sicht der Physik das Innere eines Schwarzen Loches bestimmt.

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20.05/11 UhrKurzvortrag und Fragerunde

Ricarda Winkelmann @Virtuelles Klassenzimmer

Ricarda Winkelmann, Klimaforscherin und Professorin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Universität Potsdam, ist zu Gast im virtuellen Klassenzimmer und gibt Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit:

Antarktis

Klirrende Kälte und ewiges Eis – daran denken vermutlich die meisten, wenn sie das Wort Antarktis hören… Aber, war der Kontinent am Südpol eigentlich schon immer mit Eis bedeckt? Wie wirkt sich der fortschreitende Klimawandel auf die Polarregionen aus? Und was hat das alles mit uns zu tun? Ricarda Winkelmann berichtet zu Themen rund um die Antarktis und den Klimawandel und freut sich auf ihren Besuch im virtuellen Klassenzimmer.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrende von Mittelstufenklassen, um den Austausch von Wissenschaft und Schule zu pflegen. Die Veranstaltung findet via Zoom statt.

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07.05/11 UhrKurzvortrag und Fragerunde

Christian Hof @Virtuelles Klassenzimmer

Biodiversität – die Vielfalt des Lebens

Auch wenn wir noch mitten in der Coronakrise stecken, dürfen wir nicht vergessen, dass es noch weitere ungelöste globale Probleme gibt. Hierzu gehört natürlich der Klimawandel, aber auch das Artensterben – der Schwund von Tier- und Pflanzenarten weltweit. Doch was geht da eigentlich verloren? Die Vielfalt der Gene, Arten und Lebensräume unseres Planeten bezeichnen wir als Biodiversität. Wie diese aussieht, wo sie herkommt, wie sie auf der Erde verteilt ist und wie bedroht sie ist, wird in einem Kurzvortrag beleuchtet. Im Anschluss haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit weitere Fragen zu stellen.

Christian Hof, Biologe an der Technischen Universität München, ist zu Gast im virtuellen Klassenzimmer und gibt Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe Einblicke in seine wissenschaftliche Arbeit.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrende von Mittelstufenklassen, um den Austausch von Wissenschaft und Schule zu pflegen. Die Veranstaltung findet via Zoom statt.

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05.05/15 UhrKurzvortrag und Fragerunde

Simon Lentner @Virtuelles Klassenzimmer

Symmetrische Körper in drei und mehr Dimensionen

Gemeinsam untersuchen die Teilnehmenden die Symmetrie platonischer Körper und betrachten diese im vierdimensionalen Raum aus verschiedenen Perspektiven. Welche Gemeinsamkeiten haben die Körper in den verschiedenen Dimensionen und wie unterscheiden Sie sich? Diese Fragen werden in einem kurzen Vortrag beleuchtet. Im Anschluss haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit weitere Fragen zu stellen.

Simon Lentner, Mathematiker an der Universität Hamburg, ist zu Gast im virtuellen Klassenzimmer und gibt Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe Einblicke in ein grundlegendes Thema seines Fachbereichs.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrende von Mittelstufenklassen, um den Austausch von Wissenschaft und Schule zu pflegen. Die Veranstaltung findet via Zoom statt.

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29.04/18:30 UhrLive-Diskussionsabend

Anna L. Ahlers und Simon W. Fuchs @home

„Autoritarismus und Corona“

Das Lob der harten Hand: Sind autoritäre Regime in der Bewältigung der Corona-Krise effektiver?

Ist ein autoritäres Durchgreifen in der Corona-Pandemie effektiver? Auf den ersten Blick scheint es so: Liberale Demokratien wussten zwar früh über die Gefahren von Covid-19 Bescheid, reagierten aber oft eher zögerlich und sachte. Ganz anders wirkten da die Bilder des markigen Krisenmanagements in China. Regime im Nahen Osten wie der Iran zogen es indes lange vor, die Krise schlicht totzuschweigen. Sind Autokratien also per se in Ausnahmesituationen wie dieser agiler? Welche Formen des (Durch-)Regierens lassen sich identifizieren und vergleichen, und wird dies letztendlich auch unsere Diskussion über Demokratie beeinflussen?

Anna Lisa Ahlers, Sinologin am Max-Planck-Institut für Wissensgeschichte (MPIWG), und Simon Wolfgang Fuchs, Islamwissenschaftler an der Universität Freiburgladen zu einer Live-Diskussion zum Thema „Autoritarismus und Corona“ ein. Zu Gast ist Politikwissenschaftler Johannes Gerschewski, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Moderiert wird die Diskussion von Christian Hof, Biologe an der TU München.

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04.04/19 UhrKurzfilmabend mit Diskussion

ENTFÄLLT: Isabel Schellinger @Grassimuseum Leipzig

Leider entfällt die Veranstaltung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus. Mit diesem Schritt reagieren wir als öffentliche Einrichtung auf die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, soziale Kontakte zu reduzieren, um die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Wir hoffen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

Gemeinschaft– Kurzfilme im Gespräch

Wo fühlen sich Menschen zuhause? Wer zählt zur Familie? Diese und weitere Fragen vertiefen die Kuratorinnen des Abends Anna Henckel-Donnersmarck (Leiterin der Berlinale Shorts und Mitbegründerin des shorts/salon) und Isabel Schellinger (Medizinerin am Universitätsklinikum Leipzig und Mitglied der Jungen Akademie) nach der Filmvorführung im gemeinsamen Gespräch mit Wissenschaftler*innen und dem Publikum.

Podiumsteilnehmer*innen u.a.:
Isabel Schellinger (Die Junge Akademie, Universitätsklinikum Leipzig)
Anna Henckel-Donnersmarck (Leitung Berlinale Shorts)
Susanne Scharnowski (Freie Universität Berlin)

Zu den Filmen:
Die USA – Heimat der Cowboys. Doch Don’t fence me in spielt nicht im Wilden Westen, sondern in Philadelphia, einer Großstadt im Osten des Landes. Ein hartes Pflaster, gezeichnet von Kriminalität und Armut. Doch wie kann man dem destruktiven Sog der Straße entgehen? Junge Männer halten hier Pferde – ein alternativer Lebensentwurf. Die Tiere sind mehr als ein Hobby, sie sind geliebte Familienmitglieder und Sinnstifter.

Vietnamesische Arbeiter*innen kommen in Sorge 87 in die DDR, um dort in der Textilindustrie zu arbeiten. Nach kurzer Zeit verlassen die meisten von ihnen das Land auch schon wieder – doch einige bleiben, gründen Familien, bauen sich Existenzen auf. Sie schaffen sich eine neue Heimat, beleben nach der Wende nahezu leergefegte Ortschaften neu. Ein deutsches und ein vietnamesisches Ehepaar erzählen.

Auch in Halmaspiel ist es das Nähen, das den roten Faden der Erzählung bildet. Die Tochter erzählt vom Lebensweg ihrer Eltern. Von Repression und Durchhalten. Von Verlieren und Wiederaufbauen. Es ist die Geschichte einer Familie, aber auch eines Landes.

Ein Filmset ist glamourös und aufregend – denkt man. Doch der Hauptfigur in die ruhe bleibt eröffnet sich nur gähnende Langeweile. Als Praktikant muss er eine Straße für den Dreh sperren, die Kommunikation mit dem restlichen Team beschränkt sich auf gelegentliche Ansagen aus dem Walkie-Talkie. Wo sind die anderen? Und was mache ich eigentlich hier? Gehöre ich dazu? Stille macht sich breit.

Don’t fence me in
Ann Sophie Lindström
Deutschland 2014, 9 min.
Englisch mit deutschen UT

Sorge 87
Thanh Nguyen Phuong
Deutschland 2017, 10 min.
Deutsch, Vietnamesisch mit deutschen UT

Halmaspiel
Betina Kuntzsch
Deutschland 2017, 15 min.
Deutsch

die ruhe bleibt
Stefan Kriekhaus
Deutschland 2013, 14 min.
Deutsch, Französisch

Einlass zur Veranstaltung ab 18 Jahre.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem shorts/salon statt.

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18.03/19 UhrKurzfilmabend mit Diskussion

ENTFÄLLT: Nausikaä El-Mecky @Berlinale Spotlight: Berlinale Shorts

Leider entfällt die Veranstaltung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus. Mit diesem Schritt reagieren wir als öffentliche Einrichtung auf die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, soziale Kontakte zu reduzieren, um die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Wir hoffen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

„Zensur in der Kunst und im Alltag“ – Kurzfilme im Gespräch

Kurzfilme und Wissenschaft treten in Dialog über die Frage: „Was bedeutet Zensur konkret in der Kunst, im Alltag, im eigenen Denken?“

Eine Veranstaltung anlässlich des 20. Jubiläums der Jungen Akademie, kuratiert von Anna Henckel-Donnersmarck (Leiterin der Berlinale Shorts & Mitbegründerin des shorts/salon) und Nausikaä El-Mecky (Kunsthistorikerin an der Universitat Pompeu Fabra und Mitglied der Jungen Akademie).

Podiumsteilnehmer*innen:
Nausikaä El-Mecky (Die Junge Akademie, Universitat Pompeu Fabra)
Anna Henckel-Donnersmarck (Leitung Berlinale Shorts)
Ömer Alkın (Medien- und Kulturwissenschaftler)
– Mischa Leinkauf (Filmemacher und Künstler)
Annette Schuhmann (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung)

Zu den Filmen:
Die Filmemacherin Ines Moldavsky lebt in Israel, die palästinensischen Gebiete liegen direkt um die Ecke und sind doch unbekanntes Terrain. Der Staat tut alles, um die Menschen voneinander fern zu halten, um das Kennenlernen zu verhindern. Der Konflikt wird auch so seit Jahrzehnten am Leben gehalten. Was also tun gegen diese Schranken im Kopf, mit denen man aufgewachsen ist und die man nicht so einfach wieder los wird? Mit ihrem Kurzfilm The Men Behind the Wall wagt Moldavsky die Annäherung und benutzt die Dating-Plattform Tinder, um über die Mauer hinweg mit Palästinenser*innen in Kontakt zu treten.

Den Dialog unterbinden, Menschen voneinander trennen, ihnen das freie Wort und das unabhängige Denken verbieten – auch das sind Merkmale von Zensur. Kaputt schildert, wie in der DDR die Insassinnen des Frauengefängnisses Hoheneck mit Zwangsarbeit mürbe gemacht und ihnen der Mund ganz direkt verboten wurde. Wo Moldavsky noch Freiräume erkämpfen darf, müssen die politischen Häftlinge Gabriele Stötzer und Birgit Willschütz im Gefängnis mit der Isolation und strengen, unbarmherzigen Regeln fertig werden.

Doch weshalb kann ein Wort, eine politische Überzeugung, ein Kunstwerk eine derartige Bedrohung darstellen und zu einer Gefahr für das System werden? Zwei amerikanische Flaggen ganz in Weiß sind es in Symbolic Threats, die auf der Brooklyn Bridge wehen – und dazu führen, dass sich die Politik, die Medien und die Anwohner mit Verschwörungstheorien, Terrorangst und Sicherheitsfantasien überbieten. Es ist zugleich unfreiwillig komisch und sehr beängstigend, was eine anonyme Kunstaktion auslösen kann. Wie leicht es ist, zu provozieren, wenn Denkmuster, Konventionen und das Gefühl von Kontrolle unterlaufen werden.

Die Kurzfilme:

The Men Behind the Wall
Ines Moldavsky
Israel 2018, 28 min.
Englisch, Hebräisch, Arabisch mit engl. UT

Kaputt
Volker Schlecht, Alexander Lahl
Deutschland 2016, 7 min.
Deutsch mit engl. UT

Symbolic Threats
Matthias Wermke, Mischa Leinkauf, Lutz Henke
Deutschland 2015, 17 min.
Englisch mit dt. UT

Einlass zur Veranstaltung ab 18 Jahre.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Berlinale Shorts und shorts/salon statt.

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12.03/19 UhrVortrag

ENTFÄLLT: Philipp Kanske @Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Leider entfällt aufgrund der aktuellen Risikosituation durch das Coronavirus der heutige Vortrag im Deutschen Hygiene-Museum Dresden mit Philipp Kanske zum Thema „Das soziale Gehirn“. Wir hoffen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

Das soziale Gehirn. Wie wir verstehen, was andere denken und fühlen.

Wie verstehen wir, was andere Menschen denken? Wie schaffen wir es, uns in andere einzufühlen? Unsere Fähigkeit, uns in sozialen Gemeinschaften zu bewegen, hängt davon ab, dass wir Zugang zu diesen inneren, nicht beobachtbaren Zuständen anderer haben. Der Abend beleuchtet, wie die sozialen Neurowissenschaften die Fähigkeit unseres Gehirns zu Empathie und Perspektivübernahme erforschen. Spiegelt das Gehirn, was in anderen vorgeht? Oder baut es abstrakte Theorien? Auch unterscheiden sich Menschen stark darin, wie gut sie sich eindenken und -fühlen können und Probleme zur Entstehung psychischer Störungen beitragen. Wie sich die Fähigkeiten üben lassen, werden wir am Abend kurz praktisch ausprobieren.

Philipp Kanske erforscht Gefühle und soziales Verstehen. Seit 2017 ist er Professor für Klinische Psychologie und Behaviorale Neurowissenschaft an der TU Dresden. Ziel seiner wissenschaftlichen Arbeit ist es, Empathie, Perspektivübernahme und die Regulation von Emotionen besser zu verstehen, um Möglichkeiten der Veränderung, auch bei Menschen mit psychischen Störungen, aufzudecken. Er ist Sprecher der Jungen Akademie, sowie Träger der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und des Heinz Maier-Leibnitz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt.

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23.01/19:30 UhrVortrag

AG Populärkulturen @Literaturhaus Leipzig

Antigone – Mythos und Moderne

Fünf Wissenschaftler*innen und Mitglieder der Jungen Akademie wollen die Figur der Antigone vor dem Hintergrund politischer Geschehnisse und kultureller Trends aus althistorischer, philologischer, literaturwissenschaftlicher und philosophischer Sicht betrachten und fragen: Worin besteht ihre Aktualität heute? Flankierend gelesen werden Ausschnitte aus der Antigone-Übersetzung von Friedrich Hölderlin (1804): bei Erscheinen geschmäht, bis heute umstritten, aber sprachgewaltig und derzeit wieder häufiger benutzt.

Die Antigone des Mythos, die ihren toten Bruder trotz Verbot begräbt, steht noch heute klar vor Augen – ob als liebende Schwester, ungehorsame Untertanin, Chiffre feministischer Ideen oder Bezugspunkt für Fragen von Recht und Gesetz. Vor allem in der Version des griechischen Dichters Sophokles wird anhand eines scheinbar einfachen Plots eine solche Vielzahl von Gegensätzen evoziert, dass das Stück bis heute Anknüpfungsmöglichkeiten bietet für das Verhältnis von Frauen und Männern, Lebenden und Toten, Gesellschaft und Individuum, Staat und Familie. Entsprechend vielfältig sind die Debatten, die sich daran in unterschiedlichen Rezeptions- und Wissenschaftsbereichen anschließen.

Hölderlin-Einführung und Lesung: Erik Schilling (LMU München)

Podiumsteilnehmer*innen: Michael Bies (FU Berlin), Eva Buddeberg (Universität Frankfurt), Christoph Lundgreen (Università di Pisa)

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig. Der Eintritt ist frei.